Online-Korrosionsüberwachung in der Öl- und Gasindustrie
So selbstverständlich wie die Druckmessung
- Verändert sich die Öl- und Wasserqualität?
- Gibt es Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung des Öls bzw. Gases?
- Funktionieren die Korrosionsinhibitoren ordnungsgemäß?
CorrTran MV unterstützt den Betreiber bei der Erkennung von allgemeiner und örtlicher Korrosion (Lochkorrosion). Insbesondere örtliche Korrosion kann zu schweren Schäden führen, da innerhalb kurzer Zeit Lochfraß entstehen kann, wenn sie nicht im Frühzustand erkannt wird. Wenn rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, kann ihr jedoch effektiv entgegengewirkt werden.
Funktionsweise CorrTran MV
CorrTran MV kombiniert beide Verfahren, damit zuverlässige und schnelle Messergebnisse erzielt werden. Hierzu gehört die automatische Bestimmung des B-Wertes. Zur weiteren Steigerung der Genauigkeit werden bei der Berechnung auch Messungen der Leitfähigkeit berücksichtigt. Durch den Ergebniswert werden zusätzliche wertvolle Informationen über den Zustand der Elektroden gewonnen. Darüber hinaus wird das ECN-Verfahren zum Messen der Intensität der örtlichen Korrosion verwendet. ECN beschreibt die Messung spontaner Potenzialschwankungen, die zufällig an der Korrosionskontaktfläche zwischen Metall und Lösung entstehen. Durch eine statistische Analyse des gemessenen Stroms ist die Bestimmung eines Lochfraßfaktors möglich, der Geschwindigkeit und Intensität der örtlichen Korrosion angibt.
Die zur Korrosionserkennung verwendeten Standardsonden bestehen aus drei Elektroden. Eine induziert ein Signal mit niedriger Leistung, während die anderen das entstandene Potenzial und den entstandenen Strom messen. Damit genaue Messergebnisse erzielt werden, müssen diese Elektroden aus dem gleichen Material bestehen wie das zu überwachende Rohr bzw. der zu überwachende Behälter. Die Opferelektroden werden unmittelbar im durchfließenden korrosiven Medium angeordnet und durch ein schwaches Signal angeregt. Innerhalb weniger Minuten wird dieses Signal vom Transmitter überwacht und analysiert, damit ein genauer Eindruck von der bestehenden Korrosion gewonnen werden kann. Hierdurch erhalten Wartungstechniker die Informationen, die erforderlich sind, um Reparatur- und Wartungsarbeiten entsprechend dem tatsächlichen Bedarf zu planen. So können sie reagieren, bevor die Korrosion zu weit fortgeschritten ist und Betriebsabläufe behindert werden. Auf diese Weise leistet CorrTran MV nicht nur einen Beitrag zur Zeit- und Kostenersparnis. Es bildet auch die Grundlage für vorbeugende Wartung und macht die Korrosionsüberwachung zu einem Teil der alltäglichen Routine in der Öl- und Gasindustrie.