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DART: Entwicklerdialog zeigt konkrete Lösungen

Speziell für Entwickler veranstaltete die PTB (Physikalisch Technische Anstalt) in Braunschweig im Februar 2009 einen Workshop zur Abstimmung der technischen Bedürfnisse und Anforderungen an die DART-Technologie: Dynamic Arc Regonition and Termination. Die Teilnehmer diskutierten die Implementierung in mögliche neue Produkte und Lösungen für die Prozessindustrie. Diese bahnbrechende Technologie wurde von Pepperl+Fuchs vorgestellt, zu der die PTB die Prüfverfahren entwickelt und verfeinert.

Man kam schnell überein, dass eine Punkt-zu-Punkt-Speisung mit mehr Leistung für viele auch heute bereits mit anderen Methoden des Explosionsschutzes ausgerüsteten Applikationen von Vorteil wäre.
Beispiel Durchflussmessung: Die Genauigkeit der Messung eines auf Basis des Corriolisverfahrens arbeitenden Durchflussmessinstrumentes kann durch mehr Leistung erhöht werden. Der Einfluss von Kavitation im Rohr auf die Messgenauigkeit wird kleiner oder irrelevant. Der erhöhte Schaltungsaufwand wird durch geringere Material- und Installationskosten kompensiert und der Umgang wird in der Praxis erleichtert, da aufwändige Methoden des Explosionsschutzes wie druckfeste Kapselung oder erhöhte Sicherheit entfallen können.

Diese und weitere Applikationen wurden diskutiert. Es zeigte sich, dass eine Speisung mit 24 V und maximal 12 W alle Bedürfnisse der Entwickler befriedigt und leicht umzusetzen wäre. Wichtig ist auch die für die Höhe der übertragbaren Leistung relevante Leitungslänge. Hier wurden Größenordnungen von 10 bis 1000 m für die Applikationen diskutiert. Interessant ist, wenn auch erst in einem zweiten Entwicklungsschritt umsetzbar, dass die Daten auf die Gleichspannung aufmoduliert werden können.

Die PTB treibt die Internationalisierung voran. Hierzu werden die Sicherheitsbetrachtungen und das Prüfverfahren in enger Zusammenarbeit mit weiteren kompetenten Instituten rezertifiziert. Diese Abstimmungen dienen dazu, die notwendige allgemeine Akzeptanz der avisierten Prüfverfahren zu generieren, die dann in weiteren Schritten in eine technische Spezifikation der IEC und endgültig in die IEC-Norm 60079 ihren Eingang finden soll. Es sollen alle sicherheitsrelevanten Parameter, die zur Konzeptionierung derartiger Systeme (Quelle, Leitung, Verbraucher) erforderlich sind, bestimmt werden – inklusive aller funktionalen und sicherheitstechnischen Randbedingungen. Ganz klar ist die gemeinsame Zielsetzung für den Anlagenbau und den Endanwender Interoperabilität so zu schaffen, dass Plug & Play Realität wird. Im Rahmen eines Kick-off Meetings bei der PTB im Juni 2009 haben sich viele Teilnehmer des ersten Informationsmeetings an dem von der PTB organisierten, industriefinanzierten Projekt beteiligt. Weitere Firmen können sich noch anschließen. Ein im Rahmen der vom VDI ausgerichteten Konferenz Automation 2009 noch zu veröffentlichendes Papier berichtet über Einzelheiten zu den Anforderungen an die DART-Systemkomponenten.

Pepperl+Fuchs hat die Funktionalität von DART zum Patent angemeldet (WO 2006/003445). DART ist für den Explosionsschutz als Wortmarke gesichert. Die Rechte zur Nutzung der Technologie und des Markenzeichens werden allen Interessierten im Lizenzmodell mit zwei Ausprägungen zur Verfügung gestellt, die die Kommerzialisierung fördern sollen. Das „kleine“ Lizenzmodell umfasst die Technologie für die DART-Technologie: Quelle und Verbraucher. Sobald eine international gültige Spezifikation oder der Standard verabschiedet ist, die Interoperabilität zwischen Speisung und Verbrauchern definiert und allgemein umsetzt, entfallen alle Lizenzkosten. Heutige Entwicklungen sind bereits weit voran geschritten, erste Lösungen werden den Markt bald erreichen.


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DART verschiebt die Leistungsgrenzen der Eigensicherheit durch seine dynamische Wirkung. Auf dem angestrebten Weg zur internationalen Normung können bereits Produkte entstehen und zertifiziert werden …