Nichtelektrischer Explosionsschutz mittels Schlupfüberwachung
Reibungsloses Dispergieren sichergestellt
Schlupfüberwachung mit dem Frequenzmessumformer zur Drehrichtungs- und Schlupfmeldung
Lesen Sie im Folgenden am Beispiel einer Dispergieranlage, wie die Drehzahl- bzw. Schlupfüberwachung im Allgemeinen funkioniert und wie der Frequenzmessumformer KFD2-UFT-Ex2.D seinen Einsatz als Übertragungseinheit findet.
Gemischt wird überall
TDS – wenn's nicht stauben soll
Achtung, wenn es klemmt
- Fremdkörper auftreten
- hochviskose Medien eingesetzt werden
- Medien, die im kalten Zustand erstarren, verarbeitet werden.
Solche Blockaden erfordern insbesondere in explosionsgefährdeten Bereichen eine schnelle Reaktion, damit Beschädigungen am System vermieden und dem Auftreten von unzulässig hohen (Oberflächen-) Temperaturen entgegengewirkt werden kann.
Deshalb befindet sich zwischen dem Antrieb und dem TDS-System eine drehmomentabhängige Kupplung, die beim Überschreiten eines vorher festgelegten Drehmomentes des Antriebsstrangs schlagartig trennt.
Im Fehlerfall jedoch oder bei nicht vollständiger Trennung der Kupplungselemente besteht die Gefahr, dass aufgrund der hohen Energie eine hohe Oberflächentemperatur oder gar Funkenbildung entsteht. Das Eintreten solch einer Situation muss aus Gründen des Explosionsschutzes sicher, zuverlässig und wirksam verhindert werden. Initiatoren sowohl auf der Antriebs- als auch auf der Abtriebsseite erfassen daher permanent beide Drehgeschwindigkeiten und vergleichen diese auf Schlupf. Auftretender Schlupf wird sofort erkannt und der Antrieb kann vor dem Eintreten einer gefährlichen Situation abgeschaltet werden.
Nichtelektrischer Explosionsschutz in der Dispergieranlage
In schnelldrehenden Systemen, wie der TDS, treten aufgrund der mechanischen Energieumsetzung im Medium mitunter rasche Temperaturerhöhungen auf. Eine Temperaturüberwachung ist daher zwingend notwendig, damit zuverlässig jede Temperaturerhöhung erfasst wird und das Auftreten von unzulässig hohen Oberflächentemperaturen verhindert wird. Reib- und Schlagfunken können dann entstehen, wenn metallische Bauelemente aufeinander schlagen z.B. metallische Kupplungen. Diese Reib- und Schlagfunken können bei Blockaden von Kupplungen auftreten und werden daher mittels Schlupfüberwachung kontrolliert.
Schlupfüberwachung von Pepperl+Fuchs
Die Schlupfüberwachung ist deutlich von der Gleichlaufüberwachung zu unterscheiden. Die Gleichlaufüberwachung vergleicht die Pulszahlen und nicht die Frequenz auf Antriebs- und Abtriebsseite. Bei der Schlupfüberwachung dagegen wird ein kurzzeitiger Schlupf (Differenzfrequenz) unterhalb der Grenzen toleriert und wieder „vergessen“. Beim nächsten Schlupfvorgang wird dieser dann ohne Berücksichtigung der Vorgeschichte neu bewertet.
Moderne Schlupfüberwachungen wie das KFD2-UFT-EX2.D von Pepperl+Fuchs erlaubt sogar die Schlupfüberwachungen von Kupplungen mit nachgeschalteten Getriebe oder Förderbändern mit Übersetzungsverhältnis. Zusätzlich wird die Eingangsfrequenz in ein analoges 0/4…20mA-Signal gewandelt und ausgegeben.