Dreidimensional sehender Sensor in greifbare Nähe gerückt
Vom Tasten zum Sehen
Dreidimensional sehender Sensor in greifbare Nähe gerückt: Vom Tasten zum Sehen
Vision-Sensoren werden dort eingesetzt, wo herkömmliche Sensorik an ihre Grenzen stößt. Charakteristisch ist eine kompakte Bauform, in der Kamera und Auswerteeinheit samt Software vollständig integriert sind.
Lässt sich mit einem Näherungsschalter die Annäherung eines Metallgegenstandes detektieren, dienen Vision-Sensoren zur Erfassung und Bewertung komplexerer Szenen. Gegenstände wie Motorkomponenten sind nicht nur sicher zu erkennen, sondern auch deren Größe, Lage und Ausrichtung im dreidimensionalen Raum müssen künftige Sensoren korrekt interpretieren. Pepperl+Fuchs verfolgt dieses Ziel durch die Kombination der beiden innovativen Technologien 'Vision-Sensor' und Time-of-Flight-Messverfahren (TOF), zu Deutsch: Puls-Laufzeit-Verfahren.
Für den Schritt vom eindimensionalen zum mehrdimensionalen Sensor wurde ein neuartiger Messkern entwickelt, der 250.000 Messungen pro Sekunde und mehr unter Verwendung preiswerter Bauteile meistert. Die Methode beherrscht sogar die zeitgleiche Messung mehrer Entfernungswerte. Auf dieser Grundlage lassen sich künftig dreidimensionale Entfernungsmesssensoren mit vertretbarem Aufwand entwickeln.
Ein Beispiel für einen eindimensionalen TOF-Sensor findet man in der Sensorfamilie
Somit bedeutet die Kombination der Basistechnologien Vision und TOF einen Durchbruch im mehrdimensionalen technischen Sehen und ermöglicht zukünftig technisch einwandfreie Lösungen für Aufgabenstellungen wie das gezielte Herausgreifen von Gegenständen aus Transportboxen, das Sortieren von Gegenständen auf Fließbändern oder fehlerfreie Bestückung von Maschinen hervor.